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Spiritualität oder doch Esoterik?

Zur heutigen Zeit wird das Thema Spiritualität und Esoterik oft heiß diskutiert.  Wenn man die beiden Wortherkünfte laut „Wikipedia“ betrachtet, haben beide Wörter zwei ganz verschiedene Ursprünge. Werden jedoch von der Allgemeinheit sehr oft Verbunden.

Das Wort Spiritualität kommt vom lateinischen Wort Spiritus, welcher: Geist oder altgriechisch/ auch italienisch „spiro“; „ich atme“ bedeutet.

Auszug aus „Wikipedia“: „…ist die Suche, die Hinwendung, die unmittelbare Anschauung oder das subjektive Erleben einer sinnlich nicht fassbaren und rational nicht erklärbaren transzendenten Wirklichkeit, die der materiellen Welt zugrunde liegt…“

Wenn man nun die einzelnen komplexen Wörter ins „einfache“ Übersetzt, bedeutet es schlichtweg; dass sich die Spiritualität unter anderem mit Gefühlen auseinandersetzt (-> die Suche, Hinwendung) Sie beschäftigt sich in diesem Moment mit dieser Ansicht (unmittelbare Anschauung) oder betrachtet es von außen. (subjektive Erleben) Die Gefühle welche ja nicht fassbar und auch nicht mit dem rationalen Denken erklärbar sind, ja so unerklärlich, dass sie unsere menschliche Erfahrung womöglich darüber hinaussteigen lässt (transzendente Wirklichkeit) und der materiellen Welt zugrunde liegt. Einfach gesagt, das Sichtbare/Greifbare über dem Unsichtbaren liegt. Ganz schön kompliziert, was?!

 Hier kann nun das Wort Esoterik hinzugezogen werden, laut Wikipedia Auszug: „…wird das Adjektiv „esoterisch“ häufig abwertend im Sinne von „unverständlich“ oder „versponnen“ verwendet. Dies bildet ab, das esoterisches Wissen nur von einem Ausgewählten inneren Kreis verstanden wird...“

Genauso wie Spiritualität als transzendente Wirklichkeit angesehen werden kann, wird Esoterik genauso für die Mehrheit der Menschen als nicht verstanden erklärt. Dies ist die Verbindung zu den Wörtern.

Konzentriert man sich jedoch auf Spiritualität, merkt man sehr schnell, wie einfach dieses so scheinbar komplexe Thema sein kann. Wir lieben, wir hassen, wir sind traurig, wir lachen, wir sind wütend, wir sind ruhig. Das alles ist Spiritualität. Genauso wie bei den einzelnen Gefühlen, kommt auch die Atmung hier ins Spiel. „Spiro“ bekommt nun eine ganz andere und vielseitige Bedeutung. Unter allen Gefühlen, kann sich unsere Atmung verändern. Die Atmung welche als erstes, die Spiritualität sichtbar machen lässt.

Sie lässt unser Herz vor Freude höher schlagen, der Atem welcher stockt, der erleichterte Seufzer. DAS alles ist sichtbargewordene Spiritualität. Diese Gefühle, welche gesehen werden wollen. Und welche mit unserer Generation wieder mehr Beachtung geschenkt bekommen. Eine meiner Mentoren, Arweniel Hürliman beschreibt die Themen der Generation ganz klar: „Jede Generation bringt Geschenke aber auch Herausforderungen mit sich, es beginnt etwas wunderbar Neues, aber mit dieser neuen Generation geht auch etwas wunderbares verloren.“

 Die Generationen vor uns, haben sich Grundlegend noch mit ganz anderen Themen auseinander setzen müssen. Gefühle waren schlichtergreifend fehl am Platz und auch wir durften teilweise Gefühle nicht aushalten. Sätze wie: „Das ist nicht so schlimm.“; „Hör auf zu weinen.“; „Das geht schon.“; „Stell dich nicht so an.“ Waren sehr oft übergriffig und für ein Kind erniedrigend. Gefühle/Empfindungen wurden, schlichtergreifend in ihrer Bewertung entwertet. Dadurch haben wir uns von unseren Gefühlen entfernt. Sie wurden fremd und wie Wikipedia die transzendente Wirklichkeit beschreibt, fast schon von einem anderen Stern. Unser Vertrauen in unsere Gefühle ging verloren.

Unser Leben jedoch schöpft aus dieser Polarität und „ent-wickelt“ sich weiter.

Das Unsichtbare wird endlich sichtbar.

Das Unsichtbare, welches von oben herab mit dem Gefühl von Ungewissheit negativ herabgesetzt und verbunden wird. Was aber mit dem bewussten Wahrnehmen in Vertrauen und Beständigkeit gewandelt werden kann. Wir müssen unsere Gefühle für „WAHR NEHMEN“, dann werden sie auch in Ihrer Wichtigkeit ernst genommen und gesehen. Das was wir für „Wahr-Nehmen“ wird auch unsere Realität.

 Nein es muss nicht, immer alles so kompliziert sein. Spiritualität ist nichts Ungewöhnliches, nichts was nur ein ausgewählter Kreis lebt.

Nein, Spiritualität gehört in unser Leben, wie unser Körper. Unser Körper, welchen wir betasten und angreifen können. Dieses Zusammenspiel von Unsichtbaren und Sichtbaren. Genauso wie wir den Weg zum Einkaufen z.B. erster im Kopf ausdenken, so gehen wir ihn im nächsten Moment. Der Körper folgt dem Geist. Aber wir brauchen beides. Unser Hinterteil bewegt sich nicht von alleine. Wir müssen ihn als erstes in unserem Kopf bewegen. Diese Verbindung von Körper und Geist, welche unser Überleben täglich sichern möchte. Wir dürfen den Faden der Verbindung greifen, um daraus etwas größeres zu Weben. Wir dürfen Gefühle wieder mehr Beachtung schenken. Es ist ein ständiger Trapezakt von Körper und Geist. Die zwei können nicht ohne einander. Aber wir haben alle, unterschiedliche Phasen im Leben. Da sind wir mal mehr im Körper oder mal mehr im Geist. Verschiedene Lebensumstände können veranschaulichen weshalb und warum wir mal mehr hier und mal mehr dort sind. Aber dies ist ein anderes Thema, welches ich bei Gelegenheit ansprechen möchte. Ich hoffe ich habe euch die Spiritualität etwas näher veranschaulichen können und etwas die angestaute Luft vom „versponnenen“ und „unverständlichen Esoterikzeugs“ rausgelassen. Vielmehr wünsche ich euch wieder mehr Vertrauen, Erdung und Beständigkeit im Hinblick auf Spiritualität.

 

In Liebe Melanie von Mamie`s

 

 

Spiritualität oder doch Esoterik?


 
 
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